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Rundfunkmuseum in Weisbach

Rundfunkmuseum Weisbach

... muss man unbedingt gesehen haben!

Mittlerweile sind etwa 300 Geräte gesammelt und restauriert worden

Erich Griebel - Jahrgang 1947 - entdeckte seine Vorliebe für Elektronik schon in frühester Kindheit. Von der Technik fasziniert, absolvierte er eine Lehre als Elektroinstallateur; aber wo andere nach Feierabend die Füße baumeln ließen, ging es bei ihm erst richtig los, denn er beschäftigte sich damals schon mit den alten Röhrengeräten. Schließlich wurde aus dem anfänglichen Hobby bald eine Sucht. Zunächst wurde er bei Freunden und Bekannten auf den Dachböden fündig. Doch bald reichte dies nicht mehr aus und er fing schließlich an, sich auf Flohmärkten umzusehen. Da er ein Mann vom Fach war, konnte er einige Besonderheiten aus der Rundfunkszene erwerben.

Rundfunkmuseum Weisbach

Natürlich war dies auch oft mit immensen Folgekosten verbunden. In der Regel waren die Geräte nämlich nicht mehr funktionstüchtig und es mussten auch gleich Ersatzteile und anderes Zubehör gekauft werden. Oftmals waren die Geräte sogar so beschädigt, dass auch noch andere Fachleute herangezogen werden mussten. Häufig war das Gehäuse zerstört und es standen umfangreiche Holzarbeiten an, wobei es oftmals schwierig war, wieder den richtigen Farbton zu treffen - denn das Gerät sollte ja wieder wie neu aussehen. An vielen Beispielen kann Erich Griebel nicht nur den ursprünglichen Zustand aufzeigen, sondern auch die notwendigen Arbeiten, um diese zu restaurieren.

Mittlerweile kann er deswegen auch auf eine eigene Werkstatt mit einem Ersatzteilsammelsurium aus fast 80 Jahren blicken. Dort findet man viele antike Radios, deren Erwerb nur dazu diente, um sie letztendlich auszuschlachten.

Goebbelsschnauze, Kommissbrot und Tabernakel

Oft muten die Namen der Radios recht seltsam an, denn die Bezeichnung stammen aus dem Volksmund und machen den Besucher nicht nur auf die äußere Form aufmerksam, sondern auch auf deren Verwendungszweck. So war die "Goebbelsschnauze" das erste Propagandagerät während des Dritten Reichs und die einzigen Sendungen die es übertragen konnte, waren die Reden des Reichspropagandaministers Joseph Goebbels - kein Wunder, dass die Kultur während dieser Zeit zusehends verkümmerte. Oder die "Kathedrale", die an die berühmte Kirche Notre Dame erinnern soll. Zu jedem Gerät weiß Griebel auch gleich die passende Geschichte und vermag die damaligen Gegebenheiten auch auf recht eindrucksvolle Art zu schildern.

Rundfunkmuseum Weisbach

Oftmals verblüffende Technik

Dem transistororientierten Zeitgenossen wird oft bewusst, dass es schon vor der CD-ROM Aufnahmetechniken gab, die einen dem damaligen Erfindergeist Respekt zollen lassen. Wissen Sie was ein Tefiphon ist? Oder dass man Musik in ganz passabler Qualität auch auf Draht aufnehmen kann? Ist der Besucher auch nur ein klein wenig an Technik interessiert, wird er einen Besuch des Museums schon deswegen nicht mehr missen wollen. Da die Abspielgeräte voll funktionstüchtig sind, kann man sich davon überzeugen, dass die damaligen Röhrengeräte dem Klang heutiger Transistoren in nichts nachstehen; eher ist das Gegenteil der Fall.

Hör- und Wohnkultur - natürlich mit zeitgenössischer Musik

Neben den Volksempfängern, Kofferradios und anderen experimentell anmutenden Rundfunkempfängern kann man sich auch ein Bild von der damaligen Hör- und Wohnkultur machen. Phonoschränke, Musiktruhen und Sonstiges im zeitgenössischen Stil sind also mit Sicherheit keine Erfindung heutigen Pioniergeistes. Das Radio oder der Plattenspieler wurde in die Wohnungseinrichtung integriert und in recht ansehnlichen Möbelstücken mit viel Raffinesse verpackt. Auch damals war es schon möglich, die empfangenen Radiosendungen aufzunehmen - z. B. auf Draht. Was wäre aber das Museum ohne Musik? Alte Schlager der 40er - noch auf Schellack, denn das Hörgefühl muss ja stimmen; oder alte Bänder aus den 50ern, von den Anfängen des Rock´n´Rolls bis hin zu den unvergänglichen deutschen Schlagermelodien, die sich gerade wieder heutzutage zunehmender Beliebtheit erfreuen, vervollständigen die Sammlung.

Neben dem reichlich vorhandenen Tonmaterial verfügt das Museum auch über anderes Zubehör. So kann man in alten Katalogen schmökern, altes Werbematerial oder Bilder betrachten. Dem Besucher wird auch auffallen, dass die damaligen Preise für die Rundfunkgeräte verglichen mit den Arbeitslöhnen irrsinnig hoch waren. Ein Radio kostete ein Mehrfaches eines Monatsgehalts.

Öffnungszeiten:

Das Museum ist täglich ab 15 Uhr für Besucher zugänglich.

Da es sich in Privatbesitz befindet, ist eine telefonische Vereinbarung erwünscht. Zudem sollten Besuchergruppen nicht größer als 10 Personen sein.

Kontakt:
Tel. 09774 - 442


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