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Landhaus Hubertus

Reußendorf

einst höchstgelegenes Dorf Unterfrankens

Reußendorf war mit 690 m das am höchsten gelegene Dorf Unterfrankens. Das Dorfbild ähnelte dem eines Straßendorfes und ließ einen einheitlichen, großzügigen und praktischen Dorfplan erkennen.

Zu der politischen Gemeinde Reußendorf gehörte auch der Weiler Symbol: Interner LinkSilberhof mit seinen Einzelhöfen Adamshof, Sarahof, Heinrichshof und Symbol: Interner LinkFuchsmühle.

Mit den o.g. Weilern zählte Reußendorf 1938 434 Einwohner. Reußendorf allein war die Heimat von 263 Menschen.

Reußendorf mit den Schwarzen Bergen im Hintergrund

Die Ursprünge des Dorfes liegen in der Gründung des Reußenhofes im Jahre 1579.

Dieser war Teil der Bestallung des Bischofsheimer Amtmannes. Wie auf der fuldischen Seite des Dammersfeldes das Wiesenhaus, so war der würzburgische Reußenhof eine sogenannte "Schweizerei".

Die ersten Schritte in der Entwicklung vom Reußenhof zum Reußendorf unternahm im Jahre 1687 der Würzburger Fürstbischof Johann Gottfried II. von Guttenberg (1684 - 1698):

Kinder am Dorfbrunnen
Dorfbrunnen

"Er ließ den Bewohnern von Wildflecken das benachbarte Tabersfeld, wo sich seit langem ein bischöfliches Ökonomiegebiet, der Reußenhof, befand, zur Begründung eines neuen Dorfes, Reußendorf, anbieten. Aber trotz der "Annahme" verstrichen fast 5 Jahre, ohne dass die Besiedlung ernstlich in Angriff genommen worden wäre. Nunmehr erboten sich die Oberbacher, das Dammersfeld erblich zu übernehmen. Sie wollten daselbst ein Dorf von 24 Häusern anlegen. Erneute Verhandlungen mit den Bewohnern von Wildflecken führten nicht zum Ziele, und so wurden die Oberbacher endgültig mit der Kolonisation betraut."

In dem 1691 abgeschlossenen Vertrag wird bestimmt, dass 18 "Hofstätten" errichtet werden sollen.

Reußendorfs Schule
Schule

Nach 1803 wurde eine Schule eröffnet, 1885 erfolgte ein Neubau. 1885 wurde mit dem Bau der neuen Kirche begonnen, sie war dem heiligen Jakobus geweiht. Die Toten wurden bis zum Jahre 1897 im Oberbacher Friedhof beigesetzt. Erst zu diesem Zeitpunkt wurde ein Friedhof zwischen Reußendorf und Silberhof angelegt.

Der Räumungstermin für die Bewohner von Reußendorf war der 01.04.1938. Diejenigen, die sich als Platzarbeiter für den Bau des Truppenübungsplatzes meldeten, konnten im Dorf zurückbleiben. Die übrigen blieben in der Rhön, verzogen in den Raum Frankfurt oder weiter nach Süddeutschland.

Auch von den anderen abgesiedelten Dörfern zogen viele Bauern und Handwerker nach Reußendorf, versahen zum Teil die Landwirtschaft und wurden Arbeiter und Angestellte der Kommandantur. In den kommenden Jahren war Reußendort ein echtes "Frontdorf".

Der Laden in Reußendorf
Laden

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges mussten die Bewohner ihre Habe gegen Übergriffe von "Displaced Persons" aus dem Truppenlager verteidigen.

Am 01.04.1951 wurde Reußendorf nach Auflösung des Heeresgutbezirks in die neue Gemeinde Neuwildflecken eingegliedert. Das Dorf hatte zu dieser Zeit noch 259 Einwohner.

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