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Der Wallfahrtsort Maria Ehrenberg in der Rhön

Von Alfred Saam

Die Neuauflage der Wallfahrten im Jahre 1982

Durch die Initiative der Sängervereinigung Burkardroth und ihres 1. Vorsitzenden Harald Bezold sowie anderer Mitglieder besann man sich im Jahre 1982 im Pfarrgemeinderat Burkardroth wieder der traditionell schönen und besinnlichen Wallfahrt.

Seit dieser Zeit pilgern nun wieder alle Jahre regelmäßig ca. 140 Muttergottesanhänger aus der Pfarrei Burkardroth und seiner Umgebung unter Begleitung der Bläservereinigung Burkardroth zum Marienheiligtum in der Rhön, um für ihre Anliegen zur Mutter Gottes zu beten und die schönsten und ergreifendsten Marienlieder zu singen. Da aber eine Übernachtungsmöglichkeit in Kothen nicht mehr möglich ist, werden am jeweiligen Fest "Maria Himmelfahrt" die Wallfahrer früh mit Bussen zum Wallfahrtsort "Maria Ehrenberg" gebracht.

Der beschwerliche Rückweg mit seinen Steigungen und einer Länge von rund 33 km wird aber wie in alten Zeiten zu Fuß bewältigt. Die Wallfahrtsleiter in der Neuauflage sind Harald Bezold und Alfred Saam. Das Gepäck wird mit einem Fahrzeug der freiwilligen Feuerwehr Burkardroth kostenlos transportiert.

Ein ganz besonderes Jahr aber war für die Wallfahrer aus der Pfarrei Burkardroth das Jahr 2001. Zum einen fand in der Neuauflage die zwanzigste Wallfahrt statt. Das schöne Barockkreuz, das immer mitgeführt wurde und stark beschädigt war, ist in diesem Jahr auf Kosten der Wallfahrtskasse gründlich renoviert worden.

Ein neues Wallfahrtsbild wurde von Alfons Hillenbrand aus Zahlbach mit dem Abbild des Muttergottes Gnadenbildes von Maria Ehrenberg aus Lindenholz geschnitzt und von ihm und seiner Frau Gerda gestiftet. Es wurde, von zwei Fahnen begleitet, zum ersten Mal mitgetragen und auf dem Maria Ehrenberg von Bischof Dr. Ludwig Schick aus Fulda geweiht.

Und schließlich sind die Wallleute aus Burkardroth sehr stolz auf die von ihnen gestiftete neue Marienglocke für ihren Wallfahrtsort, die im Juni 2001 in Passau gegossen wurde und zum großen Festtag an Maria Himmelfahrt 2001 erstmals geläutet hat.

Wenn die Wallfahrer der Pfarrei Burkardroth und Umgebung auch zukünftig am jeweiligen Fest Maria Himmelfahrt wieder zum Maria Ehrenberg kommen, um ihre alljährliche Wallfahrt durchzuführen, so wollen sie nicht nur den Brauch aus dem Jahre 1920 fortführen und für ihre persönlichen Sorgen und Nöte beten. Sie alle wissen, dass jeder Mensch ein Kreuz zu tragen hat, weil ein vollkommenes Glück für Menschen nicht geschaffen ist.

Nein, sie pilgern von Maria Ehrenberg in ihre Heimat, um ein Bekenntnis des christlichen Glaubens abzulegen und um unserer Mutter Gottes eine menschlich bescheidene Verehrung darzubringen. Möge dieser wunderschöne christliche Brauch noch lange erhalten bleiben und von ihren Nachkommen weitergeführt werden.


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