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Die Ebersberger und ihr Altar in Fulda

von Prof. Gottfried Rehm

Im Jahre 1237 wurde eine Niederlassung des Franziskaner-Ordens in Fulda gegründet. Das damalige Kloster lag in der Nähe der Fuldaer Stadtpfarrkirche, und dort wurde 1273 auch die Klosterkirche der Franziskaner, die sogenannte Barfüßer- oder Minoritenkirche erbaut (die nicht erhalten ist). Die Franziskaner waren beim Volk sehr beliebt, sowohl bei den Bürgern als auch bei den Adligen. Neben zahlreichen hessischen Ritterfamilien gehörte damals fast der gesamte buchonische Adel zu den Wohltätern des Franziskaner-Klosters.

Dabei standen an erster Stelle die Herren von Ebersberg. Sie hatten in der Fuldaer Barfüßerkirche einen eigenen Altar, an dem regelmäßige Gottesdienste gehalten, die von ihnen gestiftet worden waren. Auch hatten sie in und bei der Kirche ihre Begräbnisstätten. Die Ebersberger ließen an ihrem Altar jährlich 14 Jahresgedächtnis-Messen für ihre Toten lesen. So hatte z.B. 1450 Eberhard von Ebersberg angeordnet, dass sein "Anniversar" (Jahresgedächtnis) jährlich am Ebersberger Altar zu begehen war, und Hans von Ebersberg stiftete 1477 als sein Jahresgedächtnis jährlich eine "Vigil und Messe", dazu eine weitere Messe zu Ehren der Himmelfahrt Mariens, und zwar mit "kerttzen uff unser begrebnys und ober unserem altar". Auch aus der Familie der mit den Ebersbergern verwandten Herren von Eberstein waren zahlreiche Mitglieder auf dem Friedhof der Barfüßerkirche in Fulda beerdigt.

Nach dem Weggang der Franziskaner aus Fulda in der Reformationszeit wurden das Franziskanerkloster und die Kirche dann den Jesuiten übergeben. Inzwischen waren die Ebersberger jedoch protestantisch geworden und gaben ihren Altar in Fulda auf. 1785 wurde auch die Kirche abgebrochen. (Näheres: "Das Hochstift Fulda vor der Reformation" von Josef Leinweber, Fulda 1972, S. 304.- Weitere Angaben über die Ebersberger in "Leben in der Rhön" von Gortfried Rehm, Rhön- Verlag Hünfeld, 1997, S. 19-30.)

© 1997 Symbol: E-Mail LinkG. Rehm
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors Symbol: Interner LinkProf. Gottfried Rehm. Alle Rechte beim Autor.


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