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Auf geht's zum Wandern rund um den Wachtküppel- Teil II

Der Weg führt uns nun rechterhand durch sommerliche Felder und Wiesen. Ähnlich wie vorhin Pferdskopf und Eube, taucht nun auf der rechten Seite der Wachtküppel aus einer Wiese empor. Zuerst sehen wir nur das Kreuz auf dem Gipfel, dann tritt nach und nach der ganze Fels hervor. 706 m ist er hoch, ein beeindruckender Anblick, massig und schroff, nicht unbedingt einladend, eher schon herausfordernd.

Natürlich haben wir uns in der Symbol: Interner Linkrhoenline/Berge und Kuppen vorinformiert. So wissen wir, dass dieser Basaltküppel sich ungünstig auf Kompasse auswirkt und diese so verwirrt, dass man keine Himmelsrichtung ablesen kann, auch dass man die aktuellen Temperaturen der Zugspitze dort nicht erfahren kann, ist uns bekannt.

Und wegen des alljährlich stattfindenden Ameisentreffens wird geraten, keinen Proviant (speziell Spießbratebrödli, die wir ausdrücklich nicht mitgenommen haben) unbeaufsichtigt herumliegen zu lassen. Er müsste sonst evtl. kampflos dem Ameisenheer überlassen werden. Auf den empfohlenen Ameisenbär haben wir allerdings verzichtet.

Nun biegt der Weg (Verbindungsweg Güntersberg - Wachtküppel) nochmals nach rechts ab. Auch hier erfreuet uns die großartige Landschaft, der weite Blick auf Berge und Täler, friedlich grasende Kühe auf saftigen Wiesen und die in satten Farben explodierende Blütenvielfalt am Wegesrand. Der Wachtküppel ragt imposant vor uns in den Himmel.

Inzwischen kühlen ganz sanft einzelne Regentröpfchen unsere von Sommerwärme und vom Wandern erhitzte Haut. Es ist wieder mal Genuss pur!

Martin und Ken suchen vorsichtshalber ihre Wadeln nach Zecken ab, werden aber trotz intensiver Bemühungen nicht fündig.

Die Beiden laufen schon ein ganzes Stück weiter vorne (Sasja und ich müssen ja sämtliche Wiesenblümchen fotografisch festhalten) und entdecken im Wald ein wunderschönes mit kräftig blauen und leuchtend gelben Blüten geschmücktes Wiesenstück. Ein fantastisches Farbenspiel, das wir ausgiebig bewundern.

Nun geht es ein kurzes Stück aufwärts durch den Wald, vorbei an einem ganz versteckt gelegenem kleinen Wassertümpel linkerhand.

Als wir den Wald verlassen, liegt links der Wachtküppel, als Naturdenkmal ausgezeichnet, in voller Schönheit vor uns. Vor dem Felsmassiv grast in friedlicher Eintracht eine Rinderherde auf der Wiese und vermittelt uns ein Gefühl der Ruhe und Gelassenheit.

Wir biegen nun einen schmalen Pfad nach links ab, der uns um und auf den Wachtküppel führt.

Schon auf halber Höhe hat man einen sagenhaften Blick Richtung Gersfeld und Umgebung. Der Weg wird nun schmaler, steiler und felsiger. Sasja bleibt lieber auf einer kleinen Bank zurück. Ich klettere noch tapfer mit Ken und Martin weiter. Wir genießen den Ausblick bei jedem Schritt.

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