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Landhaus Hubertus

Rothenrain

einst höchstgelegenes Dorf Unterfrankens

Rothenrain und der Kleine Auersberg
Rothenrain und der Kleine Auersberg

Mit Disbachhof und Disbachmühle hatte Rothenrain 1938 186 Einwohner.

Rothenrain lag im Süden des Truppenübungsplatzes am Südhang des Kleinen Auersberges in 630 m Höhe relativ ungeschützt auf einer Hochebene.

Das Dorfbild ähnelte dem eines Straßendorfes.

Die Gründung geht auf das Jahr 1557 zurück, als der Würzburger Fürstbischof Melchior Zobel von Giebelstadt zu Guttenberg (1544 - 1558) 12 Oberbacher Siedlerfamilien "Am Rothen Rain" unmittelbar an der fuldischen Grenze ansiedelte um "etwaige Übergriffe und Annexionsgelüste der fuldaischen Nachbarn" zu verhindern. Im gleichen Jahr wurde auch die Grenze zwischen den Hochstiften Würzburg und Fulda durch Grenzsteine festgelegt.

Rothanrain und die Schwarzen Berge

Den 12 Siedlern wurden 300 ha Ödland zugestanden. Die Zahl der Familien wuchs rasch: 1623 waren es 47. Doch dieser raschen Entwicklung machte der Dreißigjährige Krieg wie überall in der Rhön ein jähes Ende.

Im Jahre 1673 gab es nur noch 15 Familien in Rothenrain. Im Jahre 1738 wurden eine Schule und eine Kapelle errichtet, die dem heiligen Schutzengel geweiht war. Rothenrain gehörte zur Pfarrei Oberbach.

Um die Jahrhundertwende wurde die Kapelle erweitert und restauriert. Gottesdienste wurden dort am Schutzengelsfest und einmal wöchentlich durch den Kaplan von Oberbach gehalten.

Die Bewohner lebten überwiegend von der Landwirtschaft und Landarbeit.

Der Katzenstein am Kleinen Auersberg nahe Rothenrain
Der Katzenstein am Kleinen Auersberg

Ein Rhönwanderer berichtet im Jahre 1854 über die Bewohner von Rothenrain:

"Außer Sauerkraut und Rüben hat freilich der ärmere Teil dieser Leute keine andere Nahrung, als Kartoffeln in verschiedener Zubereitung, meistens aber in der Montur, und als Getränk Wasser, ein schlechtes Bier und Schnaps, der eine Hauptrolle spielt."

Der Räumungstermin für Rothenrain war der 15.04.1938. Viele Bewohner verließen ihre Heimat jedoch schon 1937. Sie verblieben meist im Landkreis Bad Brückenau, andere verzogen in den Raum Offenbach, die übrigen verstreuten sich in Süddeutschland.

Das Dorf wurde nach 1945 nicht wiederbesiedelt.

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