die Rhön
entdecken Sie die Rhön online
|1.1  Startseite |1.2  Sitemap |1.3  Suche |1.4  Kontakt |1.5  Impressum |1.6  Datenschutz |1.7  A-Z |  
 Startseite > Rhoenline > Geschichte(n) > Karolingische Königsstraße durch die Rhön? > IV. Abschließende Bemerkungen >

Anzeigen
Peterchens Mondfahrt Wasserkuppe

IV. Abschließende Bemerkungen

Es ist zwar nicht gelungen, urkundliche Beweise für eine karolingische Verbindung aus dem Rhein-Main-Gebiet zu finden, die im Dammersfeld von der von Landau beschriebenen Straße abzweigte und durch das Kreuzberggebiet bzw. den Bereich des heutigen Salzforstes führte. Jedoch macht die Zusammenfassung der Ergebnisse

  • Benkerts Aufstellung über die Pfalz Salz als Aufenthaltsort der Herrscher,
  • die durch Heinrich Wagner dokumentierten urkundlichen Belege für das Vorhandensein von Besitz des Erzstiftes Mainz in Burgwallbach
  • die Beschreibung der "Hauptbahn" durch Landau
  • Görichs "Große Nord-Süd-Straße"
  • die Arbeit von Dieter Wolf
  • die Forschungen von Alfred Kurt
  • die früheren Verkehrsgepflogenheiten
  • und nicht zuletzt die morphologischen Gegebenheiten

unter Berücksichtigung des Grundsatzes des "Kontinuitätsprinzips" (56) es sehr wahrscheinlich, dass diese wichtige Verbindung vom Rheinübergang bei Mainz durch den Spessart und die Rhön nach Salz genutzt wurde.

Mit abnehmender strategischer Wichtigkeit des Gebietes der Rhön und der Entstehung völlig anderer Verkehrsbeziehungen am Ende bzw. nach der Frankenzeit (57) dürfte sie ihre mittelalterliche Bedeutung verloren haben.

Im Gegensatz zu vielen anderen Altstraßen, von denen man aus Bodenfunden weiß, dass sie schon in der Vorzeit begangen worden sind, gibt es auf der gesamten Strecke durch Spessart und Rhön relativ wenige Bodenfunde.(58)

Dies liegt natürlich auch daran, dass die waldreichen Gebiete nicht zu den bevorzugten Siedlungsplätzen unserer Urahnen zählten und erst in den Rodungsperioden besiedelt wurden oder auch, dass die Bodenfunde unter den heutigen Waldgebieten liegen.

Unter Berücksichtigung der eingangs aufgestellten Hypothese, dass die an strategischen Stellen liegenden Burgen bereits Siedlungsvorläufer aus früheren Zeiten hatten, könnte auch die Frage der Etappenorte beantwortet werden. Von Mainz ausgehend:

  • Kelsterbach (befestigter Mainübergang "Schwedenschanze")
  • Riedhöfe (karolingische Pferdestation in Frankfurt-Sachenhausen)
  • ein fränkischer Vorgänger der eppsteinischen Burg bei Groß-Steinheim
  • der nächste Rastort könnte sich im Bereich von Freigericht-Somborn im Main-Kinzig-Kreis befunden haben
  • die Burg Beilnstein im Spessart
  • im Bereich von Sterbfritz vermutlich die Steckelsburg, die 1276 zerstört wurde
  • die Burg Rabenstein
  • die Pfalz Salz

Symbol: Interner Link... zurück - Symbol: Interner Linkweiter ...


Anzeigen
Gute Quelle Kaltensundheim


| nach oben |
Geschichte & Geschichten

Geschichte & Geschichten

Weitere Artikel zum Thema

© by rhoenline & rhoenline-media