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Die Eiringsburg bei Arnshausen

... die Burg des "freien" Franken Iring

Am Einfachsten erreicht man die Burg von Arnshausen aus. Kurz vor der Ortseinfahrt befindet sich eine Bahnüberführung und unmittelbar zuvor ein Wanderweg, der einen nach etwa einem Kilometer direkt zur Eiringsburg führt, deren Beginn durch eine kleine Holzbrücke über dem Burggraben gekennzeichnet ist.

Bei der Burg handelt es sich um eine der wenigen Anlagen, die uns in ihrem karolingischem Ursprung erhalten geblieben ist. Alles deutet darauf hin, dass sie einst zu der Talsiedlung, die sich ganz in der Nähe von Arnshausen befand, gehörte und als sogenannte Fliehburg diente. Es war die Zeit der Ungarneinfälle. Die Bevölkerung musste sich kurzfristig darauf einstellen, mit der nötigsten Habe in die Burg zu flüchten, um sich zur Verteidigung einzurichten. 822 wurde die Befestigung einmalig erwähnt, als der freie Franke Iring - wahrscheinlich auch der Erbauer der Burg - Teile seines Besitzes dem Kloster Fulda schenkte.

Die Eiringsburg bei Arnshausen
Die Eiringsburg bei Arnshausen

Wie lange die Burg danach noch genutzt wurde, ist unbekannt. Es fanden zwar 1910 und 1974 Ausgrabungen statt, doch brachten diese außer Erkenntnissen über die Befestigung selbst, nur wenig zu Tage.

Es handelt sich um eine nahezu Viereckige Anlage an deren West- und Ostseite noch ca. 1,5 Meter hohe Mauerreste vorhanden sind. Im Osten ist auch noch der ehemalige Burggraben gut erhalten. Im Süden ist die Mauer zu einem Wall verfallen und der Graben nur andeutungsweise vorhanden. Im Norden ist die Mauer bis auf kleine Teile ganz verstürzt. Die ursprünglichen Eingänge befinden sich auf der Süd- und Ostseite jeweils etwa in der Mitte. Was einem auffällt ist, dass man offensichtlich die lokalen Bedingungen für die taktisch günstig gelegene Anlage nicht ganz ausschöpfte. So bietet nur die Nordseite einen natürlichen Schutz wegen des Steilhangs. Hingegen sind die West- und Ostseite fast völlig ebenerdig, wobei es keinerlei Anzeichen für besondere fortifikatorische Maßnahmen gibt. Selbst im Süden, wo der Berg nur leicht abfällt, war der Graben nicht breiter und tiefer als auf den anderen Seiten.

Die Eiringsburg bei Arnshausen

Bei den Mauern handelte es sich um etwa 2 m breite Trockenmauern. Von einer Holzverbundbauweise, wie sie bei der Murus Galicus beschrieben wird, konnte nichts nachgewiesen werden. Jedoch dürfte sich auf der Mauer auch gleichzeitig der Wehrgang befunden haben, wobei man sich mit Flechtwerk vor dem Gegner zu schützen versuchte. Die einfache Fliehburg wird ihren Namen mehr als gerecht, denn es ist unwahrscheinlich, dass sich darin ein Herrschaftssitz befunden haben dürfte.

Die Eiringsburg bei Arnshausen


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