die Rhön
entdecken Sie die Rhön online
|1.1  Sitemap |1.2  Suche |1.3  Kontakt |1.4  Impressum |1.5  A-Z |1.6  Rhönlinks |  
 Startseite > Rhoenline > Geschichte(n) > Alter Weg aus der Wedereiba in den Graffeldgau > 4. Einflüsse auf mögliche Wegeverlegungen im Laufe der Jahrhunderte >

Anzeigen
Landhaus Kehl Tann Lahrbach

4. Einflüsse auf mögliche Wegeverlegungen im Laufe der Jahrhunderte

Der Lauf alter Wege änderte sich oft über hunderte von Jahren überhaupt nicht. Erst wenn ein Anlass, ein Bedarf, vorhanden war, wurden neue Wege eingeschlagen oder vorhandene stärker frequentiert. Dies war in der Regel dann der Fall, wenn Siedlungsschwerpunkte sich verlagerten, die Machtverhältnisse sich änderten oder wenn neue Verkehrsmittel es verlangten. Die Hohe Rhön war immer schwach und zeitweise überhaupt nicht besiedelt. Hier hat sich der Lauf der Wegezüge über viele Jahrhunderte kaum verändert, hier sind, auch aufgrund der Oberflächenbeschaffenheit, ohne Straßenbautechnik kaum andere Streckenführungen denkbar, legt man die oben beschriebenen Grundsätze zugrunde. Die wichtigsten Einflüsse im Laufe der Jahrhunderte waren sicherlich:

  1. Die politischen Veränderungen in der fränkischen Zeit
  2. Die Aufgabe der Siedlungen im Bereich der Hohen Rhön. An den "Hauptübergängen" über die Rhön befanden sich im frühen Mittelalter Dörfer und Burgen, die vermutlich im Zusammenhang mit den großen Bevölkerungsverlusten während des Dreißigjährigen Krieges aufgegeben wurden. Die Bewohner von Ortschaften in ungünstigen Lagen, wie z.B. dem Dorf Rotenmohr, das in der Nähe des Ortesweges am Roten Moor lag, zogen in die Täler, wo Höfe verweist waren. Auch die Dörfer Lanzig und Lahr (auch Nanzig und Lohr), die an dem Weg über den Maihügel nach Oberelsbach lagen, das Dorf Altenfeld, das unterhalb der Verbindungsstraße von der Rother Kuppe zur Thüringer Hütte, vermutlich an einem Verbindungsweg von Stetten/Sondheim über die Hochrhön ins Ulstertal lag, das Dorf "Dietzenwinden" auf der Langen Rhön, das am Weg von Stetten über die Hildenburg ins Ulstertal lag, dürften in dieser Zeit wüst geworden sein. An den Übergängen lagen auch die Hildenburg und die Wernfriedsburg auf dem Gangolfsberg.
  3. Die "Höhl", durch die der Übergang über die Rhön auf vier Wege zwischen Heidelstein und Frankenheim beschränkt wurde.

Erst in neuerer Zeit wurden durch die fortgeschrittene Straßenbautechnik andere Übergänge über die Hochrhön geschaffen. Die heutigen drei Übergänge lehnen sich jedoch auch an Teilstrecken zuvor bereits vorhandener Wege an. Die Hochrhön wird heute von der Hochrhönstraße dominiert, die ebenfalls auf Teilstrecken der alten Wege mit neuen Verbindungen gebaut wurde. Sie gehörte zum "Hellmuth-Plan" und wurde in den 30er Jahren konzipiert. Darüber hinaus ist anzunehmen, dass auch bei der Umsetzung dieses Planes oder durch späteren landwirtschaftlichen Wegebau geringe Veränderungen des Wegenetzes der Hochrhön erfolgten.


Anzeigen


| nach oben | Diese Seite weiter empfehlen |
Geschichte & Geschichten

Geschichte & Geschichten

Weitere Artikel zum Thema

© by rhoenline & rhoenline-media