die Rhön
entdecken Sie die Rhön online
|1.1  Sitemap |1.2  Suche |1.3  Kontakt |1.4  Impressum |1.5  A-Z |1.6  Rhönlinks |  
 Startseite > Rhoenline > Geschichte(n) > Ehemalige Reichsautobahnbaustelle > Ehemalige Reichsautobahn "Strecke 46" - Vorwort >

Anzeige

Vorwort

Auf dieser Web-Seite wird die Geschichte der bundesweit längsten Autobahn-Ruine nachgezeichnet.

Mehr als sechzig Jahre sind seit der Beendigung der Bauarbeiten vergangen und Gras, Gestrüpp und Bäume haben vieles überdeckt. Doch viele Bauwerke wurden errichtet und Fahrbahndämme sowie Geländeeinschnitte gehören heute wie selbstverständlich zum Landschaftsbild der betroffenen Region, obwohl sie keinerlei Zweck erfüllen und allzuoft Hindernisse für Verkehr, Land- und Forstwirtschaft darstellen.

Nachforschungen haben ergeben, dass die Trasse der einstmals als "Reichsautobahn Fulda (Eckarts) - Würzburg" geplanten und teilweise auch gebauten Autobahn die bundesweit längste "Autobahnruine" ist. Sie wurde noch nach den allerersten Planungsgrundsätzen vom Beginn der 30er Jahre konzipiert und zum Großteil gebaut. Sie hat damit einigen verkehrshistorischen Wert, da alle anderen Autobahnen aus dieser Zeit längst modernisiert, die historischen Bauwerke abgebrochen und durch neue ersetzt worden sind.

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass hier in keinster Weise nationalsozialistisches Gedankengut verherrlicht bzw. Taten der damaligen Machthaber gerechtfertigt werden sollen. Es geht ausschließlich darum, dass bau- und verkehrshistorisch interessante Kapitel "Reichsautobahn" am Beispiel der erhalten gebliebenen Autobahnbaustelle "Strecke 46" zu dokumentieren.

Ich widme diese Web-Seiten insbesondere:

  • Den Architekten und Planern, die als Pioniere eines neuen Straßentyps am Zeichentisch Pläne für Trasse und Bauwerke fertigten.
  • Den Technikern und Ingenieuren, die mit dem Rechenschieber in der Hand versuchten, die Belastungen der Straße in der Zukunft vorauszusehen und entsprechende bauliche Vorsorge zu treffen.
  • Den Facharbeitern und Bauleitern, die mit neuartigen, nichterprobten Techniken unter teils widrigen Umständen dauerhafte Fahrbahnen und Bauwerke herstellen sollten.
  • Vor allem aber den Männern, die mit der Schaufel in der Hand, als Teil von Tausenden an der Strecke standen und, heute unvorstellbar, die Autobahn quasi in Handarbeit bauten.
Autobahnbau in den 30er Jahren war Handarbeit!

Es ist die planerische Pionier- und die körperliche Höchstleistung von Tausenden, der ich meinen aufrichtigen Respekt zolle.


Heinz Leitsch
Im Herbst 2000

 

 


Anzeige
Rhön-Garden - das Wohlfühlhotel

| nach oben | Diese Seite weiter empfehlen |
© by rhoenline & rhoenline-media