
Die Bauwerke der Strecke 46 wurden in aller Regel aus vor Ort hergestelltem Beton ausgeführt.
Vorhandene statische Unterlagen sowie nur teilfertige Bauwerke zeigen, dass bis auf biegebeanspruchte Bauteile, wie die Überbauten der nicht gewölbten Unterführungen, die Betonbauteile ohne Einlage von Stahl-Bewehrungen hergestellt wurden. Aus arbeitstechnischen Gründen sowie um einen günstigen Wasser/Zementwert zu erhalten, wurde der Beton der unbewehrten Bauteile in "erdfeuchter" Konsistenz eingebaut und manuell durch lagenweises Stampfen verdichtet ("Stampfbeton"). Diese Bauteile beziehen ihre Standfestigkeit allein aus ihrer Masse, weshalb diese, aus heutiger Sicht, als eindeutig überdimensioniert erscheinen.

War man bisher der Ansicht, dass es aufgrund der Umstände damals nicht möglich gewesen sein dürfte, einen hochwertigen Beton herzustellen, ergaben die am 02.06.2000 durch das
Ingenieurbüro Hutzelmann, Hammelburg, mit dem "Schmidt-Hammer" durchgeführten Untersuchungen des mittlerweile historischen Betons ausgewählter Bauwerke folgende, überraschende Ergebnisse:
Die Bauwerke wurden im Bereich der Widerlager untersucht. Aus 10 Einzelmessungen wurde ein Durchschnittswert errechnet, der dem u.a. Ergebnis zugrunde liegt.
| Untersuchtes Bauwerk: | Errechnete Würfeldruckfestigkeit: | Entspricht Beton-Festigkeitsklasse nach DIN 1045: |
| BW 25 unten: im Gewölbe: |
27,30N/mm² 35,00 N/mm² |
B25 B25 - B35 |
| BW 69 | 32,41 N/mm² | B25 |
| BW 91 | 36,40 N/mm² | B25 - B35 |
| BW 105 | 39,90 N/mm² | B35 |