
Ein Ort der Stille und des Gedenkens.

Seit 1971 gibt es die Friedhofsanlage des "Polenfriedhofes" in der jetzigen Form. Seit dieser Zeit ist es ein Ort der Begegnung mit der Vergangenheit aber auch der Versöhnung über den Gräbern. Regelmäßig wird der Friedhof von polnischen, deutschen sowie Besuchern anderer Nationen besucht, werden Gottesdienste gefeiert. Längst begegnen sich hier Deutsche und Polen als Freunde, die aus dem, das einst war, gelernt haben.

Inschrift der Tafel an der Kapelle des "Polenfriedhofes:"
Nach dem Untergang des "Dritten Reiches"
mussten in einem IRO-Lager auf dem
Truppenübungsplatz Wildflecken dichtgedrängt bis
zu 20.000 Polen zusammen leben. Viele Kinder
wurden geboren. 428 starben in zartestem Alter.
Auch 116 Erwachsene entschliefen. Achtung vor dem
menschlichen Leben schuf ihnen diese Ruhestätte.
![]() Diese Grabplatte markiert die Stelle an der 428 verstorbene polnische Kinder begraben liegen. |
Herr Kreuzpaintner erklärt die Malerei im Inneren der Kapelle, die von Professor Wejman von der Universität Krakau und seinem Sohn ausgeführt wurde.
Adolf Kreuzpaintner aus Wildflecken kümmert sich in vorbildlicher Weise um die Anlage. 1964 kam der gebürtige Münchner als Soldat nach Wildflecken. Seit seiner Pensionierung vor wenigen Jahren betreibt er ein kleines Museum im Bereich der Rhön-Kaserne und kümmert sich um die zahlreichen historischen Hinterlassenschaften der bewegten Geschichte der Garnison sowie des Truppenübungsplatzes Wildflecken.
Der Friedensengel führt die Seelen der verstorbenen Kinder über die Mauern und den Stacheldraht der Welt....
...hinauf in eine besseres Leben beim himmlischen Vater.

Fotos und Text: Heinz Leitsch, Modlos, Deutschland,
Übersetzung: Walter Kömpel, Oberbach, Germany
© Heinz Leitsch