
Für Freitag, den 12. Februar, 19.30 Uhr im Großen Haus des Südthüringischen Staatstheaters hat sich herrschaftlicher Besuch angekündigt. Prinz Sou-Chong aus dem riesigen Reich der Mitte macht dem eleganten Wien und der hinreißenden Lisa (Ute Ziemer) seine Aufwartung. - Gesungen und gespielt wird die berühmte Tauber-Rolle aus Franz Lehárs Operretten-Welterfolg, "Das Land des Lächelns", von dem Meininger Tenor Xu Chang.


Und welch unglaubliches Potential man sich von diesem Prinzen erhoffen darf, stellte der herausragende Solist am vergangenen Sonntag mit seinem spontanen Auftritt in "Das Große Chinesiche Neujahrskonzert" im Landestheater Eisenach neuerlich unter Beweis: Hier hatte Xu - selbst Zuschauer der ausverkauften Veranstaltung - die mit Vehemenz geforderten Zugaben durch die überwältigende Einlage von "Nessun Dorma", der Arie des Prinzen Kalaf aus Giacomo Puccinis "Turandot", in tosende Beifallsstürme versetzt.
Gespannt ist man daher schon jetzt auf seine Präsentation von "Dein ist mein ganzes Herz", sein "Tee à deux" und "Willst du nicht das Märchen sehen", in dem nach sechzig Jahren wieder auf den Spielplan tretenden Operettenhit, "Das Land des Lächelns". Exotik, Farbenpracht und Sentiment, Operette ganz dicht an der Oper. Unter der musikalischen Leitung von Alexander Steinitz, der damit seine erste Produktion vorstellt. Inszeniert von Regisseur Klaus Rak, der bereits mit seinen Erfolgen von "Wiener Blut" und "Die lustige Witwe" untrügliches Gespür für das Genre bewies. Ausgestattet von Dirk Hofacker, der auch für die New Yorker Metropolitan Opera wirkte. Mit dem neuen Bariton Bryon Rothfuss, der sich als Graf von Pottenstein präsentiert und Maria Rosendorfsky als verführerischer Prinzessin Mi. Da kann China kommen, mit Freudentränen.
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