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BAYERISCHE RHÖN - ab 2012 - Leader fördert "Netzwerk Bürgerengagement" zugunsten mehr Angebote für alle Generationen unter dem Motto "Engagement für Engagierte"

Von: Landkreis Bad Kissingen

Zu den Vorzügen des ländlichen Raums zählen neben naturnahem Wohnen und preiswerten Lebenshaltungskosten das rege soziale Umfeld mit Vereinsaktivitäten für alle Generationen. Unter dem Motto "Engagement für Engagierte" wird der Landkreis Bad Kissingen deshalb diesen wichtigen Standortfaktor intensiv fördern. Ab 2012 finden engagierte Bürgerinnen und Bürger beim "Netzwerk Bürgerengagement" kompetente Unterstützung für ihre freiwillige Arbeit. Das EU-Förderprogramm Leader hat das zeitgemäße Projekt bewilligt und damit den offiziellen Start ermöglicht.

Initiator und künftiger Ansprechpartner für das Leader Projekt "Netzwerk Bürgerengagement" ist die Initiative "Generationenfreundlicher Landkreis", die vielfältige Vorhaben im sozialen Bereich realisiert.  Auf dem Bild v.l.n.r. die Akteure: Karl-Heinz Suhl (Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten) , Ursula Schneider (Regionalmanagement), Edmund Görtler (MODUS-Institut für Wirtschafts- und Sozialforschung) , Cordula Kuhlmann (Regionalmanagement), Dr. Thomas Röbke und Christina Flurschütz (beide Institut ISKA), Georg Schulz-Hertlein (Fachstelle Generationenfreundlicher Landkreis Bad Kissingen) sowie Landrat Thomas Bold. Foto: Hannah Schneider
Initiator und künftiger Ansprechpartner für das Leader Projekt "Netzwerk Bürgerengagement" ist die Initiative "Generationenfreundlicher Landkreis", die vielfältige Vorhaben im sozialen Bereich realisiert. Auf dem Bild v.l.n.r. die Akteure: Karl-Heinz Suhl (Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten) , Ursula Schneider (Regionalmanagement), Edmund Görtler (MODUS-Institut für Wirtschafts- und Sozialforschung) , Cordula Kuhlmann (Regionalmanagement), Dr. Thomas Röbke und Christina Flurschütz (beide Institut ISKA), Georg Schulz-Hertlein (Fachstelle Generationenfreundlicher Landkreis Bad Kissingen) sowie Landrat Thomas Bold. Foto: Hannah Schneider

"Wir wirken dem in vielen ländlichen Regionen einsetzenden Trend zu Ballungsräumen und den Herausforderungen durch den demographischen Wandel mit zahlreichen Maßnahmen entgegen", erläuterte Thomas Bold, Landrat des Landkreises Bad Kissingen, im Rahmen einer Bürgermeisterdienstbesprechung  den Hintergrund des Netzwerks Bürgerengagement. Ziel dieses Projekts sei es, so der Landrat, den ländlichen Raum durch gemeinsam entwickelte Angebote von Bürgern für Bürger noch lebenswerter zu gestalten. Die Stärkung des Vereinsleben und ehrenamtlicher Angebote für jedes Alter seien ein wichtiger Schritt, damit sich alle Bürgerinnen und Bürger in ihrer Heimat verwurzelt fühlen. Hierfür sollen gemeinsam gleichermaßen neue Ehrenamtsstrukturen aufgebaut wie vorhandene Engagement-Formen gestärkt werden. Insbesondere will man gezielt geeignete Zielgruppen wie Senioren, Neubürger etc. gewinnen, um so im Laufe der Zeit neue Angebote für Jugend, Familie und Senioren aufzubauen.

Unter dem Motto "Engagement für Engagierte" soll das Ehrenamt künftig mehr Wertschätzung erfahren. "Das Ehrenamt ist viel mehr als die Verleihung von Ehrennadeln", unterstrich Landrat Bold in seinen Ausführungen. Es geht darum, fruchtbare Kooperationen zu fördern, Ressourcen besser auszuschöpfen und zu koordinieren sowie die Rahmenbedingungen für Engagierte gezielt zu verbessern, z.B. durch Förderstrukturen, Unterstützung durch Know How, Finanzierungshilfen etc.).

Dank der Anschubfinanzierung des EU-Förderprogramms Leader ist der Start des Netzwerks Bürgerengagement zu Beginn 2012 möglich geworden. Im Rahmen der Veranstaltung im Landratsamt Bad Kissingen übergab Karl-Heinz Suhl vom für das Leader-Programm zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten den offiziellen Förderbescheid an Landrat Thomas Bold als Projektträger. Leader fördert diese Maßnahme für die nächsten drei Jahre mit 65.056 €. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 140.423 €. Die Kofinanzierung übernimmt der Landkreis.

Initiator und künftiger Ansprechpartner für das Leader Projekt ist die Initiative "Generationenfreundlicher Landkreis", die vielfältige Vorhaben im sozialen Bereich realisiert. Die hierfür eingerichtete Fachstelle befindet sich im Amt für junge Menschen, Familie und Senioren.  Welche Aufgaben das Netzwerk Bürgerengagement übernehmen wird, skizzierten anschließend Dr. Thomas Röbke und Christina Flurschütz vom mit dem Projektmanagement beauftragten Institut ISKA, Nürnberg. Durch verschiedene Maßnahmen und die Einrichtung einer Koordinierungsstelle sollen engagierte Aktive  besser unterstützt und vernetzt werden. Im Rahmen diverser Veranstaltungen sollen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie Einrichtungen, die Ehrenamtliche einsetzen, individuelle Lösungen für den Landkreis entwickelt werden. Hierzu finden z.B. in den drei Altlandkreisen Regionalforen und Fachtagungen statt. Weiterhin werden in möglichst allen Gemeinden (oder Gemeindeallianzen) so genannte Mentoren bzw. Anlaufpersonen das ehrenamtliche Engagement vor Ort aufeinander abstimmen und positive Rahmenbedingungen entwickeln.

Unter dem Motto "Tue Gutes und rede darüber" wird zudem ein Internetauftritt entwickelt, in dem u.a. Vorzeigebeispiele aus der Praxis dargestellt werden. Ebenso gilt es, das Thema Bürgerengagement in bestehenden Gremien auf Gemeindeebene zu integrieren.

Als Besonderheit wird das Netzwerk Bürgerengagement wissenschaftlich begleitet. Beauftragt wurde hierfür das MODUS Institut für Wirtschafts- und Sozialforschung in Bamberg, wie Repräsentant Edmund Görtler vor der Presse berichtete. 

Nach Ablauf der Förderperiode im Jahr 2015 soll ein Teil der Fachstellenarbeit die "Koordinierungsstelle Bürgerengagement" werden.

Weiterhin unterstützen das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement – Bayern sowie die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligen Agenturen/Freiwilligen-Zentren in Bayern e.V. das Bad Kissinger Netzwerk. Kooperationspartner für das Netzwerk sind Städte, Märkte und Gemeinden im Landkreis Bad Kissingen, Wohlfahrtsverbände, Vereine, Initiativen, Selbsthilfegruppen, Pfarrgemeinden, Beiräte, Beauftragte für Senioren, Jugend etc., Betreuungs-, Bildungs- und Pflegeeinrichtungen, aber auch lokale Wirtschaftsvertreter sowie die Verwaltung des Landratsamtes.


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