
Die umfassende Orgel-Sammlung in Schloß Hanstein lädt wegen seiner Vielfalt immer wieder aufs Neue zur lohnenswerten Entdeckungstour für die ganze Familie ein.

Orgeln aus allen Epochen
Eines der herausragenden Instrumente ist der Nachbau einer hochmittelalterlichern Orgel aus der Romanik um 1125. Der Mönch Theophilus überlieferte in seiner Dokumentation „de diversis artibus“ erfreulicherweise auch den Bau einer Orgel seiner Zeit. Ausgestattet mit Tonschiebern statt Tasten benutzte man die sehr kleinen Orgeln vermutlich zur Erforschung der Schwingungen zwischen zwei Tönen und unterstützte den Gregorianischen Gesang lediglich mit einem tiefen Stützton. Das Ergebnis ist selbst bei der Rekonstruktion überwältigend. Mit einer Antiphon nach Hildegard v. Bingen demonstriert Museumsleiterin Strobel die einfache Funktion und verrät bei den Führungen vor allem ein akustisches Phänomen, das auch die Menschen vor 1000 Jahren überraschte.
Das Schloss Hanstein spiegelt die Geschichte Ostheims wider
Die Architektur von Schloss Hanstein bietet neben der Orgelsammlung ein außergewöhnliches Raumerlebnis. Mit alten Wandmalereien, historischen Fenstersitzplätzen oder steinernen Wendeltreppe wird das Museum zum imaginären Zeitraum, in dem der Besucher seine eigene Reise in die Vergangenheit machen kann. Zur Zeit arbeitet die Museumsleitung an der Herausgabe eines Museumskataloges, in welchem auch die Geschichte von Schloß Hanstein berücksichtigt wird.
Musik-Führung
Im August finden dreimal wöchentlich (Mi, Fr, So) jeweils um 16 Uhr öffentliche Führungen statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kosten: 3,- €
Geöffnet
Mittwoch – Samstag: 10-12, 13-17 Uhr / Sonntag und Feiertag: 13-17 Uhr
Orgelbaumuseum Schloss Hanstein e.V.
Paulinenstraße 20
97645 Ostheim
Leiterin: Sigruth Strobel
Telefon 09777-1743
orgelbaumuseum(at)ostheim.de
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