
Der Landschaftspflegeverband Rhön-Grabfeld und der Deutscher Verband für Landschaftspflege präsentieren Gesellschaftsspiel über den vom Aussterben bedrohten Schmetterling "Schwarzer Apollo" - Umweltstaatssekretärin Huml unterstützt die Umweltbildungsaktion.

Das spannende Leben des Schwarzen Apollo können Naturinteressierte und Spielfreudige jetzt mit einem neuen Gesellschaftsspiel über den seltenen Falter kennen lernen. Der Landschaftspflegeverband (LPV) Rhön-Grabfeld entwickelte das Spiel gemeinsam mit Schülern und Schülerinnen der Volksschule Bischofsheim im Rahmen der Artenschutzkampagne Bayerns UrEinwohner. "Damit vertiefen wir das Wissen über die spannende Ökologie dieses besonderen Schmetterlings und das was wir tun müssen, um ihn zu erhalten", erklärte Dr. Susanne Wüst, Geschäftsführerin des LPV. Umweltstaatssekretärin Melanie Huml lobte die Aktion "Artenvielfalt beginnt vor unserer Haustüre. Spielerisch lernen Kinder unsere großartige Natur mit der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt am besten kennen. Wer sich als junger Mensch für Bayerns Naturschönheiten interessiert, wird auch als Erwachsener aufgeschlossen bleiben."
Der Schwarze Apollo ist aufgrund seiner Lebensweise ein sehr seltener Falter. Sein Lebensraum sind sonnige, blütenreiche Waldwiesen für den Falter in unmittelbarer Nähe von schattigen Lerchenspornbeständen, wo er seine Eier ablegt und sich die Raupen entwickeln können. In Deutschland ist er auf die Alpen und die Mittelgebirge beschränkt. Das größte außeralpine Vorkommen ist in der bayerischen Rhön. Der Landschaftspflegeverband Rhön-Grabfeld organisiert die Mahd der Waldwiesen, damit sie nicht zuwachsen. Dafür beauftragt der LPV örtliche Landwirte.
Als aktiven Beitrag zum Schutz des Schmetterlings halfen die SchülerInnen bereits im Juli bei der Mahd einer Waldwiese bei Urspringen, im Landkreis Rhön-Grabfeld, wo sie das Gras zusammenrechten. Jetzt freuen sie sich auf das Spiel über ihren Schützling.
Das Spiel ist für Schulen und Umweltbildungseinrichtungen beim Landschaftspflegeverband Rhön-Grabfeld erhältlich.
Hintergrund
Bayerns UrEinwohner sind ausgewählte heimische Tiere und Pflanzen. Viele davon sind gefährdet und müssen in ihren Lebensräumen geschützt werden. Die Artenschutzkampagne Bayerns UrEinwohner ist eine Kooperation der bayerischen Landschaftspflegeverbände und des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit. Sie dient dem Schutz der biologischen Vielfalt und ist ein Beitrag zur Umsetzung der Bayerische Biodiversitätsstrategie.
Die bayerischen UrEinwohner 2011: Schwarzer Apollo, Feuersalamander, Kaisermantel, Gelbbauchunke, Schwarzstorch, Rote Waldameise und Netzblatt sind Arten der Wälder und standen im Zeichen des Internationalen Jahres der Wälder 2011. Weitere Informationen unter
www.bayerns-ureinwohner.de
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