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BAD KISSINGEN - 23. März 2010 - Ballettabend - Das Györ Ballett in Aktion

Von: Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH

Auf Igor Strawinskys geniale Musik „Sacre du Printemps“ und „Petruschka“ haben Attila Kun und Dmitrij Simkin für das Györ Ballett atemberaubende Choreografien erarbeitet. Die Tänzerinnen und Tänzer aus Ungarn haben im letzten Jahrzehnt immer wieder sein Publikum mit großartigem Tanztheater begeistert und seine Bandbreite unter Beweis gestellt, die von formalistisch-klassischem Tanz bis zu zeitgenössischen, akrobatischen Formen reicht. Tänzerische Perfektion und schauspielerisches Können sind die Markenzeichen dieser renommierten Compagnie, die an diesem außergewöhnlichen Ballettabend um 19:30 Uhr im Kurtheater zu bestaunen ist.

Es ist eine kaum glaubhafte Geschichte: 1977 beschloss eine Abschlussklasse der Staatlichen Ungarischen Ballettakademie, zusammenzubleiben und eine Company zu gründen. Man hatte zum Abschluss die Choreographien des großen Maurice Bejart von „Sacre du Printemps“ und „Feuervogel“ einstudiert, und bot einem der Solisten von Bejarts Ensemble, dem Ungar Iván Markó, die Leitung an. Der sagte überraschenderweise zu. Die Stadt Györ bot der namenlosen Truppe einen Saal – so entstand das Györ Ballett.
Es ist eine kaum glaubhafte Geschichte: 1977 beschloss eine Abschlussklasse der Staatlichen Ungarischen Ballettakademie, zusammenzubleiben und eine Company zu gründen. Man hatte zum Abschluss die Choreographien des großen Maurice Bejart von „Sacre du Printemps“ und „Feuervogel“ einstudiert, und bot einem der Solisten von Bejarts Ensemble, dem Ungar Iván Markó, die Leitung an. Der sagte überraschenderweise zu. Die Stadt Györ bot der namenlosen Truppe einen Saal – so entstand das Györ Ballett.

Das Györ Ballett präsentiert an diesem Abend zum einen Strawinskys „Sacre du Printemps“, das als bahnbrechendes modernes Ballett des 20. Jahrhunderts gilt. Seine Uraufführung löste im fortschrittlichen Paris von 1913 einen der größten Eklats der Musikgeschichte aus, „Leute schrien Beleidigungen, buhten und pfiffen, …es setzte Schläge und sogar Boxhiebe“. Heutzutage gehört es auch für konservative Konzertgänger ganz selbstverständlich zum klassischen Repertoire. Die tänzerische Umsetzung  fordert vom Choreografen und seinen Tänzern das Meistern extremster Schwierigkeiten. So wird dieses Ballett nur selten aufgeführt, ganz im Gegensatz zum zweiten Werk des Abends, „Petruschka“, mit dem schon die berühmte russische Tanztruppe Diaghilews riesige Erfolge in ganz Europa feierte. Mit ihm hatte Strawinsky 1911 zu seinem eigenen Stil gefunden: Die Geschichte von Petruschka, dem russischen Harlekin, der sich auf einem Jahrmarkt in die Ballerina verliebt, die sich dem Mohren zuwendet, was Petruschka vor Eifersucht rasend macht und letztendlich zu seinem Tod führt. Hier verbindet Strawinsky erstmals die Technik der freien Kombination von Volkslied, Walzer und Schlager zu einer faszinierenden Tonschöpfung.

Das Györ Ballett versteht es immer wieder mit den Mitteln des Tanzes zeitlose Gefühle und menschliche Dramen in großen literarischen Vorlagen oder bekannten Ballettmusiken aufzuspüren und dem Publikum zu vermitteln. Nicht nur die selbstverständlichen tänzerischen Qualitäten des Györ Balletts, sondern auch schauspielerische Intensität und facettenreiche Ausdruckskraft in atmosphärisch dichten Ausstattungen zeichnen die Aufführungen dieser Compagnie aus, die sich schon längst nicht nur in Ungarn, sondern auch in ganz Europa und in Amerika einen Namen gemacht hat. Auftritte in europäischen Hauptstädten, an der Mailänder Scala, sowie in Bayreuth, Tokyo, Moskau und New York (2010) festigen ihren internationalen Ruf. Die Zusammenarbeit mit führenden internationalen Choreografen und jungen Nachwuchstalenten eröffnet dem Ensemble immer wieder neue Perspektiven und erweitert die tänzerische Imagination und Technik. Bereits 1983, vier Jahre nach seiner Gründung wurde das Györ Ballett beim World Theatre Meeting in Baltimore mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Die tänzerische Perfektion, Temperament, Ausdruck und Körperbeherrschung sind beeindruckend.   

Eintrittskarten sind erhältlich in der Kur- und Tourist-Information, im Alten Rathaus, in der Tourist-Information im Arkadenbau und unter Telefon 0971 8048-444 oder per E-Mail: Symbol: E-Mail Linkkissingen-ticket(at)badkissingen.de.

Petruschka/Sacre du printemps - Ballettabend mit dem Györ Ballett
János Kiss, Künstlerische Leitung und Direktion
Attila Kun/Dmitrij Simkin, Choreografie
Zsuzsa Molár/Dmitrij Simkin, Bühnenbild/Kostüme

Musik 
Igor Strawinsky

 


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