
... außergewöhnliche Menschen und Grenzmuseum
Das Museum befindet sich auf dem höchsten Punkt der Stadt Geisa und ist im alten Amtsgerichtsgebäude untergebracht. Auf ca. 190 qm Ausstellungsfläche und in 8 Ausstellungsräumen befinden sich neben altertümlichen Gebrauchsgegenständen der Region und vorgeschichtlichen Funden die rund um Geisa gemacht wurden, auch Exponate, die man in der Rhön nicht vermutet.
Zu den Ausstellungsstücken, die den regionalen Charakter des Museums unterstreichen, zählen vor allem Urkunden, Bilder und andere Gegenstände zur Geschichte der Stadt Geisa. Interessant ist vor allem die Ausstellung, die sich den Großbränden, welche Geisa 1858 und 1883 heimsuchten, widmet.

Ein anderer Teil der Ausstellung zeigt die Entwicklung und Geschichte der jüdischen Gemeinde der Stadt auf. Weiterhin kann man bäuerliche Möbel, Hausrat und andere handwerkliche Gegenstände für den landwirtschaftlichen Gebrauch betrachten.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Ausstellungsstücke, die sich mit dem regionalen Handwerk befassen. Insbesondere zählen dazu das Gerber-, Tischler- und Schuhmacherhandwerk, wobei man letzteres mit einer komplett eingerichteten Schusterwerkstatt würdigt.

DDR-Charme und die Abteilung Grenzmuseum
Auf einer Ausstellungsfläche von mehr als 70 qm befasst man sich eingehend mit der jüngsten Vergangenheit.
So kommt man nicht umhin, den in einem separaten Raum ausgestellten Einrichtungsgegenständen einer durchschnittlichen DDR-Familie ein Schmunzeln abzugewinnen. Gerade die Details sind es, die den Besucher dort verweilen lassen. Von der Stereoanlage über Fernsehschrank bis hin zum Telefon mit der Aufschrift "Volkspolizei" - man hat an alles gedacht.
Aber auch die Abteilung Grenzmuseum dürfte eine Augenweide für jeden Nostalgiker sein, denn als Besonderheit findet man dort ein komplett eingerichtetes Zimmer eines Kompaniechefs der DDR-Grenztruppen. Auch hier lohnt es sich, jedes Detail genauer zu betrachten.
Einen Blickfang stellt auch ein großes Diorama des Geisaer Grenzverlaufs dar, das in allen Einzelheiten nachgebildet ist. Aber auch Propagandamaterial, Warntafeln und die Darstellung der Entwicklung des Grenzsicherungssystems der DDR sind in dieser Ausstellung neben vielen anderen Relikten zu sehen. Im übrigen ist diese Ausstellung inhaltlich ein Teil der Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte "Point Alpha".


Black Eagle - Ein Rhöner unter den Sioux und andere berühmte Persönlichkeiten
Eine der herausragendsten Persönlichkeiten mag der Universalgelehrte "Athansius Kircher" gewesen sein, der fast sein ganzes Leben in Rom wirkte und sich intensiv mit physikalischen Problemen und Experimenten auseinander setzte.
Jedoch weitaus interessanter ist der Jesuitenpater "Eugen Büchel", der fast die ganze Zeit seines Lebens unter Indianern verbrachte und sie in ihrem Unabhängigkeitskampf gegen den "Weißen Mann" unterstützte.
Mit einem Mal wird man mit der Weltgeschichte konfrontiert und berühmte Indianernamen wie "Red Cloud" und "Spotted Tail" erregen die Aufmerksamkeit eines jeden Besuchers.
Einige Dokumente und indianische Gebrauchsgegenstände runden diese Teilausstellung ab und für weitere Informationen steht auch ein ausführliches Heftchen, das gegen einen geringen Kostenbeitrag erworben werden kann, zur Verfügung.
Weiterhin finden in den Räumen des Museums in unregelmäßigen Abständen Sonderausstellungen statt.
| Montag - Mittwoch | 9 - 12 Uhr und 13.30 - 15 Uhr |
| Donnerstag und Freitag | 9 - 12 Uhr |
| Sonntag | 14 - 16 Uhr (von April bis Oktober) |

Sondervereinbarungen sind möglich.
Anmeldungen bei der Stadtverwaltung Geisa.
Kontakt:
Stadtverwaltung Geisa
Tel. 03 69 67 - 6 90
Tourist-Information
Tel. 03 69 67 - 69 01 50
Heimatmuseum Geisa mit Abteilung Grenzmuseum
Schlossplatz 5
36419 Geisa
Tel. 03696 - 75 21 6
E-Mail:
info@stadt-geisa.de